Lentilles blondes de Saint-Flour

Im Licht der Morgendämmerung zeigt sich das mittelalterliche Saint-Flour voller Charme. Hier liegt der Ursprung der Lentille Blonde. Sie war jahrzehntelang verschwunden, bevor sie wiederentdeckt wurde. Zum Nachteil der Erbse besass nämlich auch Käse eine lange Tradition in dieser Gegend. Die Nachfrage wurde damals so gross, dass die Milchwirtschaft die Getreide- und Gemüsesorten verdrängte. Bis die Milchkrise einige Viehzüchter dazu zwang, neue Einnahmequellen zu suchen. 25 französische Kleinbauern erinnerten sich an die alten Sorten und begannen die Hülsenfrucht erneut auf ihren Feldern anzubauen.


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«Die Lavaströme erloschener Vulkane sind zu riesigen Weiden geworden.»

Die Planèze von Saint-Flour ist ein Basaltplateau auf 800 bis 1200 M.ü.M., umgeben von den zwei Gebirgsketten Cantal und Margeride. Auf diesen mineralreichen Vulkanböden kultiviert Serge Ramadier die Lentille Blonde. Im Herbst pflügte er seine Parzellen und liess den Boden im Winter ruhen. Die Aussaat der Linse erfolgte im April nach einer intensiven Bodenbearbeitung – falsches Saatbeet genannt. Die Keimung von Unkräuter wird dadurch mechanisch reduziert. Die Linse ist stark genug, um tief im Boden nach Wasser zu suchen. So kann Regenwasser ressourcenschonend eingesetzt werden. Die Produktion ohne Beeinträchtigung der Umwelt ist das Leitmotiv jedes einzelnen Bauern. Serge weist uns stolz auf die Vielfalt an Insekten und die blühenden Margeriten hin. Es ist ein Zeichen für ein lebendiges Ökosystem. Marienkäfer, Heuschrecken und weitere Nützlinge spielen eine wichtige Rolle als natürliche Raubtiere gegen Schädlinge. Der Anbau der Hülsenfrucht erfolgt ohne Einsatz von Herbizide, Fungizide oder Pestizide.


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« Alles wächst ganz natürlich in dieser Welt. Wir sind nur da, um zu begleiten.»

Im August werden die reifen Linsen geerntet. Sie wurden vom heissen Wind sanft gestreichelt und natürlich getrocknet. Die hohe Qualität basiert auf einer präzisen Ernte und einer perfekten Sortierung. Die Garzeit der Lentille Blonde de Saint-Flour ist aufgrund ihrer dünnen Schale kurz. Im Geschmack ist sie mild und süss, erinnert leicht an Kastanien. Die Konsistenz ist jedoch absolut nicht mehlig.


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Die Lentille Blonde de Saint-Flour wird von Slow Food als Presidio unterstützt. Das sind Projekte, die kleine Hersteller und ihre handwerklichen, traditionellen Produkte von hoher Qualität unterstützen und fördern. Ziel ist es, den Kleinbauern eine Zukunft zu garantieren, indem man ihnen neue Märkte öffnet und so ihr altes Wissen der Kulturen und des Terroirs lebendig erhält.

. Presidi sind Projekte von Slow Food zum Schutze kleiner Qualitätsproduktionen, die traditionelles Lebensmittelhandwerk bewahren.
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www.slowfood.ch

 

 

 

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Gesetzlicher Standard
Lentilles blondes de Saint-Flour, 5 kg .