Honig von der Dunklen Biene

Bienen sind aus dem Leben von Werner Walker nicht mehr wegzudenken. Seit 1974 ist er passionierter Imker und sorgt als Zuchtchef beim Bienenzüchterverein Werdenberg zur Erhaltung unserer ältesten einheimischen Rasse: der Dunklen Biene. Einst war sie die einzige Honigbiene nördlich der Alpen. Durch die Einführung anderer Arten wurde sie aus vielen Regionen verdrängt und ist heute gefährdet. Das Verbreitungsgebiet ist noch immer stark reduziert und zerstückelt.

Bedeutungsvolle Erhaltung der Artenvielfalt

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Die Erhaltung der Artenvielfalt ist ein Gebot der Zeit. Die einheimische Dunkle Biene ist einzigartig und optimal an das hiesige Klima angepasst. Sie gehört zu unserem Kulturerbe. Sie verfügt über viele sehr geschätzte Eigenschaften: besondere Sparsamkeit, gute Winterfestigkeit und eine ausgeprägte Brutpause im Winter. Der charakteristische schwarze Panzer wärmt sich schnell auf, so dass sie auch bei kälteren Temperaturen aktiv ist. Sie ist sehr gut an unsere Flora angepasst und bestäubt gerne Wildblütenpflanzen. Ihr Verhalten ist für die Landwirtschaft und Erhaltung der Pflanzenvielfalt von grossem ökologischem Nutzen.

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Mit beachtlicher Hingabe kümmert sich Werner täglich um insgesamt 50 Bienenvölker. Einige davon hält er in seinem verwunschenen Garten. Aber auch auf den Fensterbänken seines Wohnhauses summt es aus den bunten Kästen. «Ich schätze an der Dunklen Biene ihre Sanftmut. Sie ist langlebig, bildet Reserven und geht haushälterisch damit um». Die Reinzucht ist keine einfache Aufgabe für den Imker, weil die Königinnen zur Paarung auf Hochzeitsflug gehen. Deshalb steht die Belegstation «Val Cup» auf einer abgeschiedenen Waldlichtung, wo Werner Königinnen züchtet und von reinrassigen Drohnen begatten lässt.

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Ein Bienenvolk ist perfekt organisiert.

Ein Volk besteht aus der Königin, etwa 40'000 Arbeitsbienen sowie männlichen Drohnen. Die Aufgabe der weiblichen Arbeitsbiene richtet sich nach ihrem Alter: In den ersten zwei Tagen nach dem Schlüpfen übernimmt sie das Säubern der Brutzellen. Anschliessend füttert sie die Königin und Larven. An Tag 12 beginnt sie mit dem Bau von Waben. Erst nach 20 Tagen wird sie zur Flugbiene. Der Pollen wird an den Hinterbeinen gesammelt, der Nektar mit dem Rüssel aufgesaugt und im Honigmagen gelagert. Dabei transportiert die Biene mehr als die Hälfte ihres Körpergewichts und fliegt für ein Kilogramm Honig viermal um die Erde!

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Zurück im Bienenstock liefert sie den süssen Saft an die Stockbienen ab, die diesen wiederum an andere Bienen weitergeben. Der Nektar wird dabei fortlaufend mit Enzymen, Eiweissen, Säuren und anderen Stoffen angereichert. Der so entstandene Honig wird als Reserve im oberen Teil des Nestes in Waben gespeichert und mit Wachsdeckeln verschlossen. Nur wenn der Bedarf für die Ernährung des Volkes gedeckt ist, kann der Honig vom Imker geerntet werden. Entscheidend für die Qualität sind ein tiefer Wasser- und ein hoher Enzymgehalt sowie ein vielfältiger Pollenanteil.

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Das Slow Food Presidio besteht aus 27 Imkern und entstand in Zusammenarbeit mit ProSpecieRara zum Schutze der Dunklen Biene.

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Presidi sind Projekte von Slow Food zum Schutze kleiner Qualitätsproduktionen, die traditionelles Lebensmittelhandwerk bewahren.

www.slowfoodfoundation.com

www.slowfood.ch

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Nachhaltigkeitskriterien
Gesamt-Betriebsumstellung
Bio Bio
Erhöhte, zertifizierte Anforderungen an Biodiversität im Anbau Keine chemisch-synthetische Pestizide Keine chemisch-synthetische Pestizide
Good Better Best
Gesetzlicher Standard
Honig von der Dunklen Biene, 500 g .