Gürbetaler Sauerkraut

Während 120 Tagen ist das vitaminreiche Gemüse auf den Feldern zu prächtigen Kabisköpfen mit einem Gewicht von bis zu neun Kilogramm herangewachsen. Als Starkzehrer unter den Gemüsen bevorzugt der Kabis einen humosen und gleichmässig feuchten Boden, der reich an Nährstoffen ist – so zu finden im Gürbetal. Etwa die Hälfte der Schweizer Produktion stammt von hier, weshalb die Region im Volksmund «Chabisland» genannt wird.

Nachhaltige Anbautechnik für einen gesunden Boden.

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Jürg und Käthi Trachsel sorgen mit ihren beiden Söhnen Urs und Beat, dass diese Tradition erhalten bleibt. Als unabhängiger Familienbetrieb setzen sie beim Kabis auf eine nachhaltige Anbautechnik: Sie fräsen bloss Pflanzstreifen ins Wiesland, wie dies auch erfolgreich beim Mais gemacht wird. Damit reduzieren sie die Arbeitsgänge mit dem Traktor, schonen die Mikrobiolebewesen und sorgen für einen aktiven Boden, der sich schneller erwärmt. Dank dem Verzicht auf tiefgründige Bodenbearbeitung haben sie trotz häufigem Regen mit weniger Erosion oder Verschlämmung zu kämpfen, was sich in besseren Erträgen beim Getreide als Folgekultur niederschlägt.

Jeweils im Mai kommen die Setzlinge aufs Feld. Für ein gesundes Wachstum der Kultur ist ein Pflanzabstand von einem halben Meter notwendig. Das üppige Blattwerk braucht ordentlich Platz. Unkraut wird mit Klee unterdrückt und die von IP-Suisse vorgeschriebenen Blühstreifen ziehen Insekten an, die auf natürliche Weise die Schädlinge im Zaun zu halten.

Im August rollen die Köpfe.

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Als wir früh morgens mit Urs auf dem Feld ankommen, ist die Ernte in vollem Gange. Scharfe Messerklingen bringen die Köpfe ins Rollen. Die äusseren Schichten der wachsartigen Blätter werden unter quietschendem Geräusch geschickt von Hand abgerüstet. «Wir sind ein eingespieltes Team aus Verwandten und Freunden», erzählt Jürg Trachsel stolz. Beim Znüni direkt auf dem Feld erfahren wir bei einer dampfenden Tasse Kaffee und selbstgebackenen Nussgipfeln, dass die Familie Trachsel zwei Felder nach IP-Suisse Richtlinien bewirtschaftet. Weitere Bauern aus der Region liefern ihren Kabis direkt zu ihrer Sauerkraut-Fabrik in Burgistein. Dort wird jedem Kabis mit einem krachenden Geräusch der Strunk ausgebohrt. Das Hobeln der grün-weiss schimmernden Kugeln erfolgt ruckzuck maschinell.

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« Unser Markenzeichen ist der lange Schnitt. »

Die feinen Streifen gelangen via Förderband in die Gärsilos, wo der Kabis gemischt mit einer üppigen Prise Salz gleichmässig verteilt und verdichtet wird. Sauerkraut entsteht durch das uralte und bewährte Prinzip der Milchsäuregärung. Die Silos werden luftdicht verschlossen und unter Druck gesetzt. Natürliche Bakterien bringen den Gärungsprozess in Gang. Mit dem traditionellen Verfahren der Fermentierung entsteht bei Trachsels aus ihrem vitaminreichen Gemüse ein Sauerkraut mit besonders langem Schnitt, angenehmer Säure und knackigem Biss.

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TOOLBOX
Guerbetaler_Sauerkraut.zip
  • Gewicht: 367.25 MB
Nachhaltigkeitskriterien
Gesamt-Betriebsumstellung
Bio Bio
Erhöhte, zertifizierte Anforderungen an Biodiversität im Anbau Keine chemisch-synthetische Pestizide Keine chemisch-synthetische Pestizide
Good Better Best
Gesetzlicher Standard
Gürbetaler Sauerkraut, gekocht, Kessel zu 5 kg .