Adrians Fischknusperli

1 3 Likes

Content: 

Sechs Uhr morgens am Bootssteg vom Camping Wollishofen: Das Wasser schimmert dunkelblau, letzte Regenwolken zieren den Himmel, Nebelschwaden schlingen sich vor die Bergkette und am Seeufer funkeln die Lichter der Stadt. Das Thermometer misst fünf Grad. Leise tuckert «Helena» heran. Am Steuer sitzt Adrian Gerny. Er ist schon seit drei Stunden auf dem Zürichsee und extra für uns zurück an Land gekommen. Wir springen zu ihm aufs Boot.

«Ich wusste schon mit zehn, dass ich Fischer werden will.»

In Gummistiefeln, roten Überhosen und Fleecejacke gekleidet, sitzt der 30-Jährige unrasiert und rauchend in der Fahrerkabine und führt uns raus zu seinem Fanggebiet. Adrian ist der einzige Berufsfischer der Stadt Zürich. Er kennt die Topografie des Sees auswendig.

Dies ist jedoch kein Garant für Erfolg, denn einen konstanten Fang gibt es nicht. Manchmal geht Adrian kein einziger Fisch ins Netz. An anderen Tagen zieht er bis zu 200 Kilo aus dem See. Er ist an sechs Tagen die Woche gefordert, sich auf Wind und Wetter einzustellen.

«Die Natur bestimmt meinen Tagesablauf.»

Täglich muss er sein Können beweisen. Besonders bei Sturm kann schnell was schief gehen. Adrian ist ein bodenständiger Kerl. Ein Einzelgänger. Er mag die Einsamkeit und die absolute Ruhe. Er arbeitet konzentriert, zügig und routiniert. 400 Meter Schwebnetz zieht er an diesem Standort ein.

Die Kiste füllt sich nur langsam mit Rotaugen. «Wegen der Grösse der Netzmaschen verfangen sich nur ausgewachsene Fische, die ein- bis zweimal gelaicht haben», erklärt er. Dies garantiert einen verantwortungsvollen Wildfang und bietet umfassenden Schutz der Fischbestände. Er schlägt ein Rotauge gegen den Bootsrand. Adrian muss Fische jeweils sofort töten, so schreibt es das Schweizer Tierschutzgesetz vor.

«Hauptfangzeit für Rotaugen ist Februar und März»

Adrian beginnt zwar schon im Oktober mit dem Fang der Rotaugen. Die Fleischqualität ist am besten, wenn es kalt ist. Im Sommer sind die Weissfische nicht sehr aktiv und lassen sich kaum fangen. Dann fischt er Felchen, Egli, Seeforellen und Hechte. Adrian sagt, dass die Gewässer in der Schweiz zu sauber sind. Wegen dem Klimawandel wälzen sich im Winter die Seen nicht mehr komplett um. Mitverantwortlich macht er auch die Kläranlagen, die dem Abwasser das Phosphat grösstenteils entziehen. Daher bildet sich zu wenig Plankton, das für Fische den Anfang der Nahrungspyramide darstellt.

Zurück am Steg wärmt uns die Morgensonne. Adrian schiebt seinen bescheidenen Fang zum Verarbeitungsraum. Dort werden die Rotaugen entschuppt, ausgenommen und filetiert. Er teilt sich diese Arbeiten mit seinem Berufskollegen Rolf. Unsere Fragen beantworten beide geduldig, mit viel Fachwissen, aber auch mit Witz und Humor. Rolf zeigt uns, wie die Maschine die vielen dünnen Zwischenmuskulaturgräte alle zwei Millimeter zerschneidet. «Man spürt nach dem Frittieren die Gräte nicht mehr.» So landet der einst unbeliebte Weissfisch als nachhaltiges Fischknusperli in den Fritteusen.

NACHHALTIGKEIT

Nachhaltigkeits-Rating Fisch aus Wildfang

Wildfang aus Schweizer Seen
Verantwortungsvolles und effektives Management
Verantwortungsvolles und effektives Management
Verantwortungsvolles und effektives Management
Reduktion Auswirkungen auf das Ökosystem
Minimale Auswirkungen auf das Ökosystem
Minimale Auswirkungen auf das Ökosystem
Schutz der Fischbestände
Umfassender Schutz der Fischbestände
Umfassender Schutz der Fischbestände
GOOD
BETTER
BEST
Gesetzlicher Standard

Berühren Sie diese Grafik, um die Ansicht zu vergrößern.

KOMMUNIKATIONSMATERIALIEN FÜR IHRE SPEISEKARTE

Toolbox

In der Toolbox finden Sie aufbereitete Medieninhalte zum Produkt, die Sie frei in Ihrer Kommunikation einbauen können. Darunter sind Bilder, Texte, Vorlagen, Filme. Für die Freischaltung der Inhalte muss man sich einmalig registrieren, wir schalten Sie dann innerhalb eines Arbeitstages auf.

Adrians Fischknusperli TK Hartschale 1.5 kg

Adrians Fischknusperli TK Karton 5 kg